Wie nützlich ist unser digitales Leben? Und für wen eigentlich?

Ein riesiges Thema zu einem wunden Punkt der heutigen Zeit. Deshalb wird man auch schnell zum Spielverderber oder Verschwörungstheoretiker, wenn man einmal länger darüber nachdenkt. Ich habe mir in den vergangenen Wochen (ausgelöst durch das Buch „Die Smarte Diktatur“ von Harald Welzer) eine ganze Reihe von Fragen gestellt.

Möchte ich in Zukunft noch mehr vernetzte Technik in meinem Leben zulassen? Will ich z.B. das smart home ? Will ich, dass mein Kühlschrank meine Lebensmittelbestellung für mich übernimmt? Will ich Big Data für mich? Continue reading

Fleisch und Smartphone

Nachdenken über Zusammenhänge. Lange Zeit habe ich meinen alltäglichen Konsum (der ja nun schon etwas reduzierter ausfällt als der Durchschnitt) recht wenig hinterfragt. Ja klar, ich kaufe weniger Gedöns als der Durchschnitt und ich überlege gut und gründlich, bevor ich mir etwas neues Anschaffe.

Je mehr ich mich über die einzelnen Themen informiere, desto mehr erkenne ich, dass mein Konsumverhalten noch immer äußerst schädlich, bisweilen eklig ist. Nicht unbedingt in den direkten Folgen, eher von dem was passiert ist, bevor ich etwas konsumiere.

Konkret wollte ich bisher ehrlich gesagt nicht wissen, wie mein Fleisch gelebt hat, bevor es bei mir auf den Teller kam. Seitdem ich mich darüber informiert habe, fällt es mir zum ersten Mal sehr leicht, kein Fleisch mehr zu essen.

Und ich habe ernsthaft das Gefühl, dass es jetzt vielleicht besser wäre, aufzuhören, mich weiter zu informieren.

Kann ich noch weiter an smartphone benutzen und damit lustige Fotos von meiner Tochter machen, wenn ich weiß, dass die Rohstoffe dafür auch von einem Kind aus dem Berg gekratzt wurde?

Und wie sieht es aus mit Plastik? Meiner Jeans? Meiner Mobilität?

Das sind ja nur zwei (Fleisch und Smartphone) Beispiele mit zwei ganz alltäglichen Aspekten.

  1. Man kann darüber kaum laut reden, stellt es doch die ganze Art wie ich lebe völlig in Frage.
  2. Versuche ich diesen Weg konsequent weiter zu gehen, droht wohl unweigerlich soziale Ausgrenzung. Öko, Spaßbremse, Spinner, Extremist. Etc. 

 

 

Fleisch!

Fleischkonsum ist auch so eine Gewohnheit, die ich derzeit stark hinterfrage. Vor allem wenn es um Fleisch geht, dass auf ekelhafteste Weise „produziert“ wurde. Die Liste der negativen Folgen dieser Produktion ist lang und wird im obigen Video (ARTE Doku) gut zusammengefasst.

Es wird also endlich Zeit, dass die Politik etwas ändert!?
Es wird Zeit, dass endlich irgendjemand diesen bösen Konzerten das Handwerk legt!?

Kann alles sein.

Aber vor allem wird es Zeit, dass ich selbst anfange in diesem Bereich mein Verhalten zu hinterfragen und Gewohnheiten zu ändern. Ich versuche das jetzt zum ungezählten Male, hoffe aber es diesmal zu schaffen.

Und ihr? Wie haltet ihr es mit de Fleisch?

Sauerteig ansetzen und ein Brot backen

Ich habe das Brotbacken für mich entdeckt. Hier zwei Videos für Einsteiger, die ich sehr empfehlen kann. Wenn ich das kann, ist das ein Beweis für die Einfachheit und Verständlichkeit der Anleitung. Damit ihr ein Sauerteigbrot backen könnt, müsst ihr erst den Sauertag machen (3 Tage). Die beiden Videos bauen also aufeinander auf.

Viel Spaß und guten Appetit.

 

Warum es klug ist seine Fallhöhe schon heute zu reduzieren.

Wenn ich mit Leuten über Minimalismus im weitesten Sinne rede, höre ich häufig Aussagen wie diese:

Warum sollte ich mich einschränken und auf Dinge verzichten, die mir Spaß machen, wenn ich es nicht muss? 

Die Welt geht ohnehin kaputt.

Viele Menschen sind davon überzeugt, dass ein nachhaltiges Leben keinen Sinn und vor allem keinen Spaß macht. Sie fliegen nunmal gerne in den Urlaub und wollen nicht über jede Autofahrt nachdenken und die Welt geht ohnehin kaputt.  Continue reading

Smartphone Minimalismus – Befreiung aus der app-Verstopfung

Seit einigen Monaten bemühe ich auch bei der Benutzung meines smartphones mich vom Überflüssigen zu befreien. Seitdem ich es besitze (Dezember 2013) hat sich viel Überflüssiges angesammelt. Viele Zeitdiebe. Viele apps, die mein begrenztes Budget an Konzentration aufgebraucht hatten, bevor der Tag zu Ende gegangen war.

Nach der Löschung von twitter und facebook trat der positive Effekt schon nach wenigen Minuten ein. Continue reading

Zeitdiebe – Teil 3 (Technik)

Jede neue Technik kam bisher mit dem Versprechen daher Zeit zu sparen. Eine E-Mail ist schneller als ein Brief oder ein Telegramm. Eine Waschmaschine erspart Zeit und körperliche Arbeit. Immer mehr neue Technik macht unser Leben leichter und bringt uns vermeintlich mehr freie Zeit.

Heute leben wir in einer von Technik durchtränkten Zeit, doch ich frage mich ernsthaft: Wenn immer mehr Technik zu immer mehr gesparter Zeit führt, warum hetzen wir alle dann alle noch mehr als jemals durch unser Leben und haben so oft das Gefühl eben keine Zeit zu haben?

In Teil 3 meiner Serie zu Zeitdieben will ich dieser Frage nachgehen.  Continue reading

Zeitdiebe – Teil 2 (Beziehungen und soziale Netzwerke)

Was soll das denn heißen? Wie kann man denn menschliche Beziehungen als Zeitdiebe bezeichnen?

Meine Partnerin, meine Eltern, meine besten Freunde stehlen mir doch keine Zeit! Das meine ich auch nicht. Menschliche Beziehungen sind ungemein wichtig, aber wirklich alle? Und so viele wie möglich?

In Teil 2 meiner Serie über Zeitdiebe, möchte ich über unseren modernen Umgang mit Freundschaft und sozialen Beziehungen im allgemeinen sprechen. Ausgangs ist dabei meine Aussage aus Teil 1 (Freizeit):

Unsere Zeit ist begrenzt. Wir können sie nicht vermehren, höchstens vollstopfen. Continue reading