Category: Digital

9 Tage ohne Laptop (nicht freiwillig) (Lesezeit: ca. 3 Minuten)

Unfreiwillige Auszeit. Für alle, die es nicht wissen: Wenn bei deinem MacBook air der Arbeitsspeicher kaputt geht, muss das gesamte LogicBoard ausgetauscht werden. Könnte man bestimmt selbst machen. Würde aber auch nicht schneller gehen. Und vermutlich auch nicht viel billiger werden.

Das gute daran? Ich habe ein paar (zum Teil) Erkenntnisse gewonnen. Was ich bisher schon wusste und nun so richtig erleben durfte: Continue reading

Papierkalender 2016! Und jetzt? Digital oder auf Papier ins Jahr 2017? (Lesezeit ca. 10 Min.)

Ein digitaler Kalender kann viel mehr als ein Papierkalender. Trotzdem hat das Papier noch immer einige unschlagbare Vorteile.

Im Dezember 2015 wollte ich es herausfinden: Was passt besser zu mir? Papier oder digital? Ich nahm mir vor von meinem digitalen Kalender wieder auf einen “altmodischen” Papierkalender umzusteigen. Für ein Jahr lang. Für 2016.

Warum ich 2016 wieder einen Papier-Kalender benutzen werde

Um mich herum wurde auch 2016 alles digitaler. Eine Begeisterung 4.0 geht um. In Zukunft können Kühlschrank und Kaffeemaschine sich unterhalten. Und was mache ich? Ich greife zu Stift und Kalender, Version: 1.0.

Jetzt ist das Jahr 2016 bald vorüber, ein Fazit ist möglich. Continue reading

Vom iphone zum smartphone – Der Abschied kommt (Lesezeit: 5 Min.)

Die iphone Reparatur hat nichts gebracht. Wieder geht es aus und bleibt bei seiner Meinung, der Akku sei nun leer. Unverhandelbarer Streik eines technischen Begleiters. Die Krise als Chance begreifen. Wieder ein neuer Versuch meine persönliche Fallhöhe zu reduzieren. Anstatt nun alle 2 Jahre ca. 600 Euro aufbringen zu müssen, um ein relativ aktuelles iphone besitzen zu können, habe ich mir schnell ein smartphone eines anderen Herstellers gekauft. Für 160 Euro. Auch mein iphone Tarif mit 40 Euro im Monat ist weg. Jetzt habe ich einen Vertrag, der zu meinem Nutzungsverhalten passt, der kostet 4 Euro im Monat. Die finanzielle Abhängigkeit wird damit geringer. Continue reading

Mein iphone – Ein langsamer Abschied (Lesezeit ca. 30 Min)

Wie fange ich einen Artikel an, in dem ich erkläre, warum mein nächstes smartphone vermutlich kein iphone mehr sein wird. Und wie schafft man einen solchen Beitrag ganz ohne Glaubensdiskussion oder technische Details, die nichts mit dieser Entscheidung zu tun haben?

Das hier ist ja kein Technikblog und soll es auch nicht sein. Mein Blick auf das Thema smartphone und iphone ist daher ein völlig anderer.

Der Auslöser

Mein derzeitiges iphone wird allmählich alt (Ende 2016 3 Jahre) und hat nun einen sehr unangenehmen Fehler entwickelt. Es geht ganz einfach aus und behauptet, der Akku sei leer und lässt sich konsequenterweise auch nicht mehr einschalten. Beispielsweise wenn ich ein Foto von meiner Tochter beim Spielen machen möchte. Iphone aus und weg. Continue reading

Mit welcher Technik wollen wir uns in Zukunft umgeben?

Jeden Tag nach der Arbeit hole ich kurz vor 13 Uhr meine Tochter vom Kindergarten ab und während meine Tochter schläft, habe ich die Zeit und Ruhe ungestört nachzudenken. Der Rückweg mit dem Kinderwagen dauert etwas 20 Minuten und führt über einen ruhigen Fahrrad- und Wanderweg. Entlang des Weges liegen schöne Einfamilienhäuser mit Gärten.

An einem dieser Gärten musste ich heute abrupt stehen bleiben. Meine Aufmerksamkeit wurde gefesselt von einem dieser Rasenmäher-Roboter. Leise und scheinbar völlig autonom bewegte er sich über die Rasenfläche.

Die Technik ist erstaunlich, gerade weil sie so autonom daherkommt. So ein kleiner Roboter ist eben was völlig anderes als eine Spül- oder Waschmaschine. Neben dem kleinen Rasen liegt eine Terrasse mit allem was dazu gehört. Ein Tisch, ein paar Stühle, ein bisschen Kram vom Vorabend.

Ich habe mir kurz vorgestellt, wo diese Entwicklung hingehen mag und wie das Bild wohl ausgesehen hätte, wenn ich zehn oder fünfzehn Jahre in die Zukunft geblickt hätte. Continue reading

Die verspielte Zeit – smartphone Eltern auf dem Spielplatz

Eltern auf dem Spielplatz im Sommer 2016. Die Quote (eigene nicht repräsentative Erhebung) liegt bei 50%. Die Hälfte der Eltern lenkt seine Aufmerksamkeit mehr auf das eigene smartphone als auf die eigenen Kinder.

Gesenkte Köpfe auf Bänken, während die Kinder Schaukeln, im Sand buddeln oder verzweifelt nach Mama oder Papa rufen, bis Mama oder Papa schließlich das smartphone schnell in der Tasche stecken um dem Nachwuchs helfe.

Jetzt kann es natürlich sein, dass jeder dieser Elternteile einen wirklich guten Grund hat, gerade in diesen schönen Momenten des Lebens auf das smartphone gucken zu müssen. Eine dringende Mitteilung, weil ein Freund oder Familienangehöriger erkrankt ist oder eine Nachricht, weil man sich gleich noch mit anderen Eltern verabredet hat.

Werfe ich aber im Vorbeigehen einen Blick auf die fremden Bildschirme, sehe ich relativ häufig kleine bunte Bälle (Spiele) oder Fotos im facebook Rahmen. Viele blicken also auf fremde timelines oder verspielen ihre Lebenszeit, während die Zeit mit den eigenen Kindern unwiederbringlich im Sandkasten dahin rieselt.

Was das alles mit unseren Kindern macht, denen wir auf diese weise so häufig signalisieren, dass es gerade etwas wichtigeres gibt als mit ihnen zu spielen, weiß heute noch niemand.

Kindheiten, die ihren Vater nur als die Stimme hinter der Zeitung am Frühstückstisch wahrgenommen haben, kommen mir in Erinnerungen. Da haben unsere Kinder es schon besser. Sie sehen zumindest unsere Gesichter, die abwesend auf kleine Monitore starren.

Das ist also das bessere Leben, das uns vor dem Kauf dieser Geräte versprochen wurde? Da helfen auch die noch so vielen Fotos und Videos nicht, die so mancher permanent von seinen Kindern macht.

Was soll das auch für ein billiger Abklatsch sein? Wie meine Kinder gespielt haben, schaue ich mir dann später an, wenn ich alt und meine Kinder erwachsen sind? Na hoffentlich erfindet dann schnell jemand die 3D Kamera, damit ich später virtuell auf den Spielplatz zurückkehren kann. Da kann ich dann die Zeit anhalten und virtuell und auf dem Spielplatz rumlaufen.

Nur blöd, dass ich meinem Kind dann auch nicht mehr von der Schaukel runter helfen kann. Aber in Ruhe anschauen, was ich verpasst habe, das kann ich dann wohl.

Geheimnisvolle Menschen benutzen keine smartphones

Einen interessanten Menschen gesehen. Sie saß an einem Tisch im Restaurant und blickte aus dem Fenster. Sie wartete auf ihren Freund, der sich gerade etwas zu Essen vom Buffett holte. Sie muss eine halbe Minute aus dem Fenster geschaut haben. Schaute sich um, schaute wieder aus dem Fenster, warf einen Blick in die Karte, schaute wieder aus dem Fenster.

Kein Blick auf ein smartphone versperrte ihr den Blick auf die Welt und die eigenen Gedanken. Den ganzen Abend lang sah ich sie nicht einmal mit einem smartphone in der Hand.

Was für ein spannendes Leben muss so ein Mensch haben, der es so lange aushält der Welt nicht von seinem Leben zu berichten.

Wie nützlich ist unser digitales Leben? Und für wen eigentlich?

Ein riesiges Thema zu einem wunden Punkt der heutigen Zeit. Deshalb wird man auch schnell zum Spielverderber oder Verschwörungstheoretiker, wenn man einmal länger darüber nachdenkt. Ich habe mir in den vergangenen Wochen (ausgelöst durch das Buch “Die Smarte Diktatur” von Harald Welzer) eine ganze Reihe von Fragen gestellt.

Möchte ich in Zukunft noch mehr vernetzte Technik in meinem Leben zulassen? Will ich z.B. das smart home ? Will ich, dass mein Kühlschrank meine Lebensmittelbestellung für mich übernimmt? Will ich Big Data für mich? Continue reading

Smartphone Minimalismus – Befreiung aus der app-Verstopfung

Seit einigen Monaten bemühe ich auch bei der Benutzung meines smartphones mich vom Überflüssigen zu befreien. Seitdem ich es besitze (Dezember 2013) hat sich viel Überflüssiges angesammelt. Viele Zeitdiebe. Viele apps, die mein begrenztes Budget an Konzentration aufgebraucht hatten, bevor der Tag zu Ende gegangen war.

Nach der Löschung von twitter und facebook trat der positive Effekt schon nach wenigen Minuten ein. Continue reading