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Fleisch und Smartphone

Nachdenken über Zusammenhänge. Lange Zeit habe ich meinen alltäglichen Konsum (der ja nun schon etwas reduzierter ausfällt als der Durchschnitt) recht wenig hinterfragt. Ja klar, ich kaufe weniger Gedöns als der Durchschnitt und ich überlege gut und gründlich, bevor ich mir etwas neues Anschaffe.

Je mehr ich mich über die einzelnen Themen informiere, desto mehr erkenne ich, dass mein Konsumverhalten noch immer äußerst schädlich, bisweilen eklig ist. Nicht unbedingt in den direkten Folgen, eher von dem was passiert ist, bevor ich etwas konsumiere.

Konkret wollte ich bisher ehrlich gesagt nicht wissen, wie mein Fleisch gelebt hat, bevor es bei mir auf den Teller kam. Seitdem ich mich darüber informiert habe, fällt es mir zum ersten Mal sehr leicht, kein Fleisch mehr zu essen.

Und ich habe ernsthaft das Gefühl, dass es jetzt vielleicht besser wäre, aufzuhören, mich weiter zu informieren.

Kann ich noch weiter an smartphone benutzen und damit lustige Fotos von meiner Tochter machen, wenn ich weiß, dass die Rohstoffe dafür auch von einem Kind aus dem Berg gekratzt wurde?

Und wie sieht es aus mit Plastik? Meiner Jeans? Meiner Mobilität?

Das sind ja nur zwei (Fleisch und Smartphone) Beispiele mit zwei ganz alltäglichen Aspekten.

  1. Man kann darüber kaum laut reden, stellt es doch die ganze Art wie ich lebe völlig in Frage.
  2. Versuche ich diesen Weg konsequent weiter zu gehen, droht wohl unweigerlich soziale Ausgrenzung. Öko, Spaßbremse, Spinner, Extremist. Etc. 

 

 

Über “Über den Tod und das Leben davor”

Ich habe (wie ich das regelmäßig tue) einige Artikel rund um das Thema Minimalismus gelesen. An dieser Stelle möchte ich die Gedanken aus den Artikeln aufgreifen und sie euch zugleich empfehlen.

Daniel stellte diese Woche wichtige Fragen in seinem Artikel “Über den Tod und das Leben davor”.

Warum gibt es so häufig ein so starke Differenz zwischen dem, wie wir eigentlich leben wollen, und dem, was wir täglich tun? Die Wissenschaft nennt es kognitive Dissonanz.

Ein Beispiel: Wir wissen, dass Rauchen nicht gesund ist und eigentlich wollen wir damit auch aufhören, aber dann tun wir es doch immer wieder. Viele Minimalisten (ich nehme mich da nicht aus) schreiben sich fast die Finger wund, um das Thema der Gewohnheiten zu ergründen. Continue reading

Im Alter

Gespräch zweier betagter Damen im Einkaufsladen. Aus dem mitgehörten Gesprächsfetzen wurde soviel klar. Die eine sah sich vor kurzem gezwungen aus ihrem Haus in eine kleine Seniorenwohnung oder gar ein Altenheim umzuziehen, die andere hatte diesen “Leidensweg” schon hinter sich. “Eigentlich fühlen wir uns jetzt auch ganz wohl”. Continue reading