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EME007: über Smartphones, Teilzeit und alles was Minimalismus eben nicht ist

Was macht das Smartphone mit uns? Und was wird es in Zukunft mit uns machen? Ist immer schnell auch immer besser? Die Menthal app hat mir in der letzten Woche geholfen etwas mehr vom smartphone wegzukommen und ich bin noch immer auf dem Weg zu dem, der ich gerne wäre, rege mich über “fake news” auf während ich Achtsamkeit predige und lauter so ein Zeug.

EME006: Über Achtsamkeit, Minimalismuskritik und Smartphoneumgang

Heute: Achtsamkeit und Alltagsmeditation. Die Übung macht den Übenden.

Nochmal zum Begriff Armutschick und Kritik am Minimalismus.

Das smartphone und seine Folgen. Danke an Ergotopia:  7 Gründe, unser smartphone häufiger wegzulegen. Die Menthal app soll mir hier helfen.

Links:

[Infografik] Smartphone Sucht: 7 Gruende, das Smartphone haeufiger wegzulegen

Ursprünglich erschienen auf Ergotopia.de

[Infografik] Smartphone Sucht: 7 verdammt gute Gründe, unser Smartphone häufiger wegzulegen

Vom iphone zum smartphone – Der Abschied kommt (Lesezeit: 5 Min.)

Die iphone Reparatur hat nichts gebracht. Wieder geht es aus und bleibt bei seiner Meinung, der Akku sei nun leer. Unverhandelbarer Streik eines technischen Begleiters. Die Krise als Chance begreifen. Wieder ein neuer Versuch meine persönliche Fallhöhe zu reduzieren. Anstatt nun alle 2 Jahre ca. 600 Euro aufbringen zu müssen, um ein relativ aktuelles iphone besitzen zu können, habe ich mir schnell ein smartphone eines anderen Herstellers gekauft. Für 160 Euro. Auch mein iphone Tarif mit 40 Euro im Monat ist weg. Jetzt habe ich einen Vertrag, der zu meinem Nutzungsverhalten passt, der kostet 4 Euro im Monat. Die finanzielle Abhängigkeit wird damit geringer. Continue reading

Die verspielte Zeit – smartphone Eltern auf dem Spielplatz

Eltern auf dem Spielplatz im Sommer 2016. Die Quote (eigene nicht repräsentative Erhebung) liegt bei 50%. Die Hälfte der Eltern lenkt seine Aufmerksamkeit mehr auf das eigene smartphone als auf die eigenen Kinder.

Gesenkte Köpfe auf Bänken, während die Kinder Schaukeln, im Sand buddeln oder verzweifelt nach Mama oder Papa rufen, bis Mama oder Papa schließlich das smartphone schnell in der Tasche stecken um dem Nachwuchs helfe.

Jetzt kann es natürlich sein, dass jeder dieser Elternteile einen wirklich guten Grund hat, gerade in diesen schönen Momenten des Lebens auf das smartphone gucken zu müssen. Eine dringende Mitteilung, weil ein Freund oder Familienangehöriger erkrankt ist oder eine Nachricht, weil man sich gleich noch mit anderen Eltern verabredet hat.

Werfe ich aber im Vorbeigehen einen Blick auf die fremden Bildschirme, sehe ich relativ häufig kleine bunte Bälle (Spiele) oder Fotos im facebook Rahmen. Viele blicken also auf fremde timelines oder verspielen ihre Lebenszeit, während die Zeit mit den eigenen Kindern unwiederbringlich im Sandkasten dahin rieselt.

Was das alles mit unseren Kindern macht, denen wir auf diese weise so häufig signalisieren, dass es gerade etwas wichtigeres gibt als mit ihnen zu spielen, weiß heute noch niemand.

Kindheiten, die ihren Vater nur als die Stimme hinter der Zeitung am Frühstückstisch wahrgenommen haben, kommen mir in Erinnerungen. Da haben unsere Kinder es schon besser. Sie sehen zumindest unsere Gesichter, die abwesend auf kleine Monitore starren.

Das ist also das bessere Leben, das uns vor dem Kauf dieser Geräte versprochen wurde? Da helfen auch die noch so vielen Fotos und Videos nicht, die so mancher permanent von seinen Kindern macht.

Was soll das auch für ein billiger Abklatsch sein? Wie meine Kinder gespielt haben, schaue ich mir dann später an, wenn ich alt und meine Kinder erwachsen sind? Na hoffentlich erfindet dann schnell jemand die 3D Kamera, damit ich später virtuell auf den Spielplatz zurückkehren kann. Da kann ich dann die Zeit anhalten und virtuell und auf dem Spielplatz rumlaufen.

Nur blöd, dass ich meinem Kind dann auch nicht mehr von der Schaukel runter helfen kann. Aber in Ruhe anschauen, was ich verpasst habe, das kann ich dann wohl.

Geheimnisvolle Menschen benutzen keine smartphones

Einen interessanten Menschen gesehen. Sie saß an einem Tisch im Restaurant und blickte aus dem Fenster. Sie wartete auf ihren Freund, der sich gerade etwas zu Essen vom Buffett holte. Sie muss eine halbe Minute aus dem Fenster geschaut haben. Schaute sich um, schaute wieder aus dem Fenster, warf einen Blick in die Karte, schaute wieder aus dem Fenster.

Kein Blick auf ein smartphone versperrte ihr den Blick auf die Welt und die eigenen Gedanken. Den ganzen Abend lang sah ich sie nicht einmal mit einem smartphone in der Hand.

Was für ein spannendes Leben muss so ein Mensch haben, der es so lange aushält der Welt nicht von seinem Leben zu berichten.

Wie nützlich ist unser digitales Leben? Und für wen eigentlich?

Ein riesiges Thema zu einem wunden Punkt der heutigen Zeit. Deshalb wird man auch schnell zum Spielverderber oder Verschwörungstheoretiker, wenn man einmal länger darüber nachdenkt. Ich habe mir in den vergangenen Wochen (ausgelöst durch das Buch “Die Smarte Diktatur” von Harald Welzer) eine ganze Reihe von Fragen gestellt.

Möchte ich in Zukunft noch mehr vernetzte Technik in meinem Leben zulassen? Will ich z.B. das smart home ? Will ich, dass mein Kühlschrank meine Lebensmittelbestellung für mich übernimmt? Will ich Big Data für mich? Continue reading

Fleisch und Smartphone

Nachdenken über Zusammenhänge. Lange Zeit habe ich meinen alltäglichen Konsum (der ja nun schon etwas reduzierter ausfällt als der Durchschnitt) recht wenig hinterfragt. Ja klar, ich kaufe weniger Gedöns als der Durchschnitt und ich überlege gut und gründlich, bevor ich mir etwas neues Anschaffe.

Je mehr ich mich über die einzelnen Themen informiere, desto mehr erkenne ich, dass mein Konsumverhalten noch immer äußerst schädlich, bisweilen eklig ist. Nicht unbedingt in den direkten Folgen, eher von dem was passiert ist, bevor ich etwas konsumiere.

Konkret wollte ich bisher ehrlich gesagt nicht wissen, wie mein Fleisch gelebt hat, bevor es bei mir auf den Teller kam. Seitdem ich mich darüber informiert habe, fällt es mir zum ersten Mal sehr leicht, kein Fleisch mehr zu essen.

Und ich habe ernsthaft das Gefühl, dass es jetzt vielleicht besser wäre, aufzuhören, mich weiter zu informieren.

Kann ich noch weiter an smartphone benutzen und damit lustige Fotos von meiner Tochter machen, wenn ich weiß, dass die Rohstoffe dafür auch von einem Kind aus dem Berg gekratzt wurde?

Und wie sieht es aus mit Plastik? Meiner Jeans? Meiner Mobilität?

Das sind ja nur zwei (Fleisch und Smartphone) Beispiele mit zwei ganz alltäglichen Aspekten.

  1. Man kann darüber kaum laut reden, stellt es doch die ganze Art wie ich lebe völlig in Frage.
  2. Versuche ich diesen Weg konsequent weiter zu gehen, droht wohl unweigerlich soziale Ausgrenzung. Öko, Spaßbremse, Spinner, Extremist. Etc. 

 

 

Smartphone Minimalismus – Befreiung aus der app-Verstopfung

Seit einigen Monaten bemühe ich auch bei der Benutzung meines smartphones mich vom Überflüssigen zu befreien. Seitdem ich es besitze (Dezember 2013) hat sich viel Überflüssiges angesammelt. Viele Zeitdiebe. Viele apps, die mein begrenztes Budget an Konzentration aufgebraucht hatten, bevor der Tag zu Ende gegangen war.

Nach der Löschung von twitter und facebook trat der positive Effekt schon nach wenigen Minuten ein. Continue reading